Presse

Streit ums Erbe lässt sich vermeiden

Stuttgart, im Oktober 2016 – Die große Mehrheit der Deutschen ist für die Erhaltung der Pflichtteil-Regelung im Erbrecht. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Emnid im Auftrag des Magazins Reader’s Digest. 71 Prozent der 1001 repräsentativ ausgewählten Befragten antworteten auf die Frage „Sollte der Pflichtteil generell abgeschafft oder so wie bisher beibehalten werden?“ mit „sollte beibehalten werden“. Nur 23 Prozent befürworten die Abschaffung. „Ich vermute, dass eines der Motive hinter dieser Antwort der Wunsch nach einem Schutz gegen Willkür des Erblassers oder anderer Erben ist“, erklärt Manfred Schmitt, Professor der Psychologie an der Universität Koblenz-Landau.

Das Magazin Reader’s Digest widmet sich in seiner November-Ausgabe ausführlich dem Thema Erbe und informiert, was gesetzlich vorgeschrieben und was erlaubt ist. Grundsätzlich gilt: Jeder darf im letzten Willen als Erben einsetzen, wen er will. Man kann sein Vermögen auch einem Verein, der Kirche oder einem guten Zweck widmen. Ohne gültiges Testament gilt in Deutschland die gesetzliche Erbfolge: Zunächst erben die noch lebenden nächsten Verwandten, also Kinder und Ehepartner. Letzterer erhält die Hälfte des Nachlasses. Sollten die Ehepartner einen Ehevertrag mit Gütertrennung abgeschlossen haben, erhält der überlebende Ehegatte nur ein Viertel des Nachlasses.

„Die gesetzliche Erbfolge nimmt keine Rücksicht auf Gefühle“, erklärt Dr. Anton Steiner, Fachanwalt für Erbrecht aus München und Präsident des Deutschen Forums für Erbrecht, in der aktuellen Ausgabe von Reader’s Digest. Ein Beleg für die komplizierte Rechtslage: Dem langjährigen Lebensgefährten kann man nur dann etwas hinterlassen, wenn man ihn ausdrücklich im Testament bedenkt. Da es im Erbfall oft zu Streit kommt, sollte man eines unbedingt wissen: Man darf selbst engste Angehörige enterben, ein Pflichtteil steht ihnen aber dennoch zu – und zwar die Hälfte des gesetzlichen Erbteils und stets als Geld. Wer sich bei der Formulierung unsicher ist, sollte das Testament von einem Notar aufsetzen zu lassen. Dieser verwahrt es auch sicher, alternativ kann man das Testament beim örtlichen Amtsgericht verwahren lassen. 

 

Für weitere Informationen zu diesem Thema stehen wir Ihnen gern zur Verfügung. Die November-Ausgabe von Reader’s Digest Deutschland ist ab 31. Oktober an zentralen Kiosken erhältlich.

 

Online-Abo für Pressemitteilungen

Online-Abo für Pressemitteilungen
© Marco2811/Fotolia.com
Bleiben Sie stets auf dem Laufenden mit unserem E-Mail-Newsletter, der Sie über neue Produkte und Entwicklungen informiert

Downloads

Downloads
In unserem Bildarchiv finden Sie aktuelle Fotos von Reader’s Digest in druckfähiger Auflösung. Verwendung für Pressezwecke frei.